Blaubeuren – Der Blautopf „mythisch und geheimnisvoll“

Blaubeuren – Der Blautopf „mythisch und geheimnisvoll“

Die Stadt

1085 gründeten der Graf von Ruck und die Pfalzgrafen von Tübingen das Benediktinerkloster. 1267 wird die bereits bestehende Stadt erstmals genannt. … 1447 kauften die Grafen von Württemberg von den Helfensteinern die Stadt. 1471 wurde Blaubeuren ein Wappen verliehen.

Die Stadt und das Kloster sind jeweils von einer eigenen Mauer umgeben worden. Große Teile der Klostermauer sind noch erhalten. Zwischen der Stadt und dem Kloster gab es an ihrer gemeinsamen Grenze keine Verbindungstore. Lediglich ein kleiner Fußweg, das sog. Klostergängle, führte zu einem „Törle“ in der Stadtmauer.

Kloster Blaubeueren

Das Kloster Blaubeuren wurde 1085 gegründet. Damals gab es noch keine dazugehörige Stadt, Blaubeuren wurde erst über ein Jahrhundert später urkundlich erwähnt.

Das Kloster Blaubeuren wurde dann im 15. Jahrhundert erbaut. Während der Reformation in Württemberg 1534 nahm Herzog Ulrich das Kloster in den Besitz des Herzogtums. Nach der großen Kirchenordnung von 1559 wurde es zur „Klosterschule“ bestimmt.

Heute dienen die Räumlichkeiten vielen Veranstaltungen und Konzerten, des Weitern haben hier Schüler von der 9. bis zur 12. Klasse die Möglichkeit, das evangelische Seminar zu besuchen und dort ihr Abitur zu machen.

Der Blautopf

Die Entstehung

Die berühmteste Karsterscheinung Blaubeurens ist der Blautopf. Der Blautopf ist nach dem Aachtopf die größte Karstquelle Deutschlands.

Seine Entstehung verdankt der Blautopf verschiedenen Umständen. Die Albhochfläche besteht aus klüftigem und durchlässigem Kalkgestein. Die Regenfälle auf der Alb sammeln sich nicht in Flüssen, sondern versickern sofort in den Untergrund. Innerhalb des Bergmassivs sind weitverzweigte Höhlensysteme entstanden, die je nach Wasserspiegel unterirdische Höhlenflüsse führen oder zwischenzeitlich Trockenhöhlen sind. 

Tief und wasserreich

In dem Gebirge um den Blautopf herum befindet sich ein großes weitverzweigtes Höhlensystem, in dem große Wassermassen gesammelt werden und am Blautopf an die Oberfläche drängen.

Die Wasserschüttung reicht von 250 l/s bis 32 670 l/s, im Mittel 2 310 l/s. Die Schüttung des Blautopfes ist stark von der Witterung und der Jahreszeit abhängig.

Bei Regenfällen und Schneeschmelze steigt die Schüttung des Blautopfes stark an. Das Wasser braucht nur wenige Tage von der Albhochfläche bis zu seimen Austritt am Blautopf. 

Warum Blau ?

Bekannt ist der Blautopf für die je nach Lichteinfall mehr oder weniger intensive, aber immer auffallend blaue Farbe seines Wassers.

Die blaue Farbe entsteht durch einen physikalischen Effekt der Lichtstreuung (so genannte Rayleigh-Streuung)

an den nanoskaligen Kalkpartikeln, die im Wasser dispergiert sind.

Schreibe einen Kommentar

Dir gefällt dieser Beitrag? Dann teile ihn doch mit deinen Freunden!

Share on facebook
Share on twitter
Share on pinterest
Share on google
Share on email
Share on whatsapp

Entdecke mehr