Burg Gräfenstein – auch „Merzalbener Schloss“ genannt

Burg Gräfenstein – auch „Merzalbener Schloss“ genannt

Auf einem bewaldeten Bergkegel über der Stadt Merzalben in der Südwestpfalz (Kreis Pirmasens), erhebt sich die gut erhaltene Burgruine Gräfenstein, auch „Merzalbener Schloss“ genannt. Hierbei handelt es sich um eine Felsenburg.

Geschichte und Entstehung

Das genaue Erbauungsdatum dieser Burg ist unbekannt. Die Burg Gräfenstein wurde erstmals 1237 in einer Teilungsurkunde der Grafen Leiningen erwähnt. Man vermutet allerdings, dass die Anlage mit Bergfried und Palas bereits aus dem 12 Jahrhundert stammt. Die staufische Baukunst sowie die Buckelquadersteine verweisen darauf.

Über mehrere Jahrhunderte wurde die Burg mehrmals geteilt, verpfändet und verkauft.

1635 wurde Burg Gräfenstein während des Dreißigjährigen Kriegs bei einer Belagerung kaiserlicher Truppen niedergebrannt und dem Verfall preisgegeben.

Seit dem 19. Jh. befindet sich die Ruine in Staatsbesitz. In den Jahren 1970/71 und 1985 bis 1987 wurden umfangreiche Sanierungsmaßnahmen, verbunden mit bauarchäologischen Untersuchungen an der Unterburg sowie Mauerrekonstruktionen, vollzogen.

Der Aufstieg zur Burg

Der Aufstieg vom Wanderparkplatz (375m) zur Burgruine Gräfenstein ist kurz, aber schweißtreibend. Der Wanderpfad zieht sich über etliche Stufen und Kehren im Zickzack auf eine Höhe von 447 m, auf welcher sich schließlich die große Burganlage befindet. Der Aufstieg dauert ca. 15-20 Minuten und erfordert nach Möglichkeit gutes Schuhwerk.

Daten der Burg

Als einzige Burg in Deutschland hat Gräfenstein einen siebeneckigen Bergfried, dessen Durchmesser in den Hauptmaßen 6×7,5 m beträgt und der eine Höhe von 17 m aufweist. Die Aussicht ist daher atemberaubend schön. 

Eingang und Burghof

Ein Besuch der Burg Gräfenstein führt den Besucher zunächst durch drei Tore der Unterburg, von denen zwei Tore von Rundtürmen flankiert werden. Nach dem Passieren des rechteckigen Torturms steht man im Vorhof des jüngeren nördlichen Teils der Unterburg. Die dort freigelegten Mauerzüge stammen von früheren Wirtschaftsgebäuden und Stallungen.

Der Aussichtsturm

Sehr lohnend ist der Aussichtsturm der Burg. Hierbei muss man allerdings durch einen stockdunkeln Treppenturm hochsteigen, was nicht jedermanns Sache ist. Oben angekommen, erhält man einen unvergesslichen Blick, der über den gesamten südlichen Pfälzerwald reicht.

Tipp: Eine Taschenlampe ist für den Aufstieg des Bergfriedes äußerst empfehlenswert.

Ein unvergesslicher Sonnenuntergang

Pünktlich standen wir auf dem Aussichtsturm um den anstehenden Sonnenuntergang anzuschauen. Es präsentierte sich ein Sonnenuntergang der besonderen Art. Wir genossen den Abschluss des wundervollen Tages dort oben ganz alleine und stießen mit einem Glas Wein auf den bevorstehenden Abend, inmitten der Natur an.

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